Alter Kühlturm in der Raiffeisenarena wird ersetzt
Die Stadtwerke Waldkraiburg GmbH investieren in die Modernisierung der Kälteanlage der Raiffeisenarena Waldkraiburg. Im Zuge der Maßnahme wird der bestehende Kühlturm durch ein neues, deutlich leiseres und energieeffizienteres System ersetzt.
Die Kälteversorgung der Eisfläche erfolgt über einen geschlossenen Ammoniak-Kältekreislauf. Im Technikraum befindet sich der sogenannte Abscheider, ein Tank mit rund 2,8 Tonnen Ammoniak. Pumpen fördern das Kältemittel zur Eisfläche, wo dem Eis Wärme entzogen wird. Anschließend fließt das Ammoniak mit einem gasförmigen Anteil 70-80% sowie einem restlichen Flüssigkeitsanteil zurück in den Abscheider. Das dabei entstehende heiße Gas wird im Verdichter komprimiert und anschließend in den Kondensator geleitet. Dort erfolgt die Abkühlung mit Hilfe von Kühlwasser mit einer Temperatur von etwa 12-14 Grad Celsius. Das Ammoniak kondensiert wieder und gelangt anschließend über die Entspannungsventile zurück in den Abscheider, um erneut für die Kühlung der Eisfläche genutzt zu werden.
Das Kühlwasser verlässt den Kondensator mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius und wird anschließend im Kühlturm wieder auf etwa 12-14 Grad heruntergekühlt. Während die bisherige Kühlung hauptsächlich durch das Herabplätschern des Wassers über sogenannte Waben bzw. Füllkörper arbeitete und dadurch eine hohe Geräuschentwicklung verursachte, setzt die neue Anlage auf moderne Ventilatorentechnik. Die Ventilatoren sorgen für einen gezielten Luftstrom, wodurch die Wärme effizienter und deutlich geräuschärmer abgeführt werden kann. Nach der Abkühlung fließt das Wasser zurück in den Kreislauf zur weiteren Kühlung des Ammoniaks.
Mit dem neuen Kühlturm wird mit einer Energieeinsparung von bis zu 35% gerechnet. Mit der Investition verbessern die Stadtwerke Waldkraiburg nicht nur die technische Effizienz der Anlage, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Lärmminderung. Die neue Anlage soll zum Saisonstart in Betrieb gehen.
Die Kosten belaufen sich auf rund 130.000 € und werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 20.000 € gefördert.