Winterdienst in Waldkraiburg: Gut vorbereitet durch den Winter

kleines Räumfahrzeug im tiefverschneiten Westpark

Die Stadtwerke Waldkraiburg GmbH betreiben im Auftrag der Stadt den kommunalen Winterdienst und sind für die laufende Wintersaison gut gerüstet. Sowohl personell als auch mit ausreichend Streumaterial ist die Sicherheit auf den Straßen, Geh- und Radwegen gewährleistet.

Der Winterdienst beginnt in der Regel um 4 Uhr morgens. Bei starkem Schneefall oder Eisregen kann der Einsatz auch früher starten. Wenn lediglich Streuarbeiten notwendig sind, sind diese meist bis etwa 8 Uhr abgeschlossen. Bei Bedarf wird der Winterdienst bis 21 Uhr abends fortgesetzt.

 

Für die Stadtwerke Waldkraiburg sind insgesamt zehn Räumfahrzeuge im Einsatz: vier große Fahrzeuge mit bis zu drei Meter breiten Räumschildern sowie sechs kleinere Fahrzeuge. Während die großen Fahrzeuge für den Straßenverkehr zuständig sind und auch mit Streusalz arbeiten, übernehmen die kleineren Fahrzeuge die Räumung von Geh- und Radwegen, Bushaltestellen, Übergängen sowie teilweise kleineren Straßen. Diese sind mit jeweils rund einer Tonne Splitt beladen.
Die Straßen im Stadtgebiet sind nach Dringlichkeit in drei Stufen eingeteilt. Zur höchsten Priorität gehören unter anderem Berge, Durchgangs- und Verbindungsstraßen wie nach Ebing, St. Erasmus und bis zur Gemeindegebietsgrenze. Danach folgen Geh- und Radwege, Bushaltestellen sowie Behindertenparkplätze. Sackgassen und Stichstraßen werden zuletzt bedient. Besonders glättegefährdete Bereiche wie Pflasterflächen am Sartrouville-Platz oder Steigungsstrecken werden mehrfach gestreut.
Jedes Räumfahrzeug fährt eine festgelegte Route, die protokolliert wird und bis zu 50 Kilometer lang sein kann. Bei starkem Schneefall werden einzelne Straßen sowie Geh- und Radwege auch mehrfach angefahren. In den frühen Morgenstunden kommt es jedoch immer wieder zu Behinderungen durch parkende Autos oder Lkw. Zudem erfordern Brücken besondere Aufmerksamkeit, da der Beton von unten auskühlt und sich hier schneller Glätte bildet.
Pro Schicht sind zehn Fahrzeugführer sowie ein zweiköpfiger Handtrupp im Einsatz, der sich um Treppen und Ampelübergänge kümmert. Insgesamt gibt es zwei Schichten, die jeweils wochenweise eingeteilt sind. Nur in Ausnahmesituationen wird zusätzliche Verstärkung aus der anderen Schicht oder Subunternehmern angefordert. Eine Schicht kann bis zu zehn Stunden dauern.
Die Entscheidung über den Einsatz trifft pro Schicht ein Schichtleiter, der sogenannte „Rufer“. Er entscheidet in der Regel gegen 3 Uhr morgens, wann die Fahrzeuge ausrücken. Bei extremen Witterungsverhältnissen erfolgt der Einsatz entsprechend früher.

Auch die Versorgung mit Streumaterial ist gesichert: Zum Saisonstart waren insgesamt 480 Tonnen Salz in vier Salzsilos eingelagert. Davon wurden bis Ende Januar rund 300 Tonnen verbraucht. Weitere 125 Tonnen Streusalz wurden bereits nachbestellt und geliefert. Der Einsatz von Streusalz folgt mit Bedacht und je nach Bedarf. Zusätzlich sind bisher etwa 100 Tonnen Splitt eingesetzt worden.
Die Stadtwerke appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere in den frühen Morgenstunden auf parkende Fahrzeuge zu achten, um die Arbeit des Winterdienstes nicht zu behindern und einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.
 

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